Die Anamnese (Befunderhebung) umfasst das erste ausführliche
Gespräch, den Ausgangspunkt jeder Behandlung. Es ist mir wichtig,
ein umfassendes Verständnis Ihrer Gesamtsituation zu erlangen.
Sie haben die Möglichkeit, sich einen Anamnese-Fragebogen herunterzuladen.
Er beinhaltet Fragen aus Sicht der Schulmedizin, der Chinesischen Medizin
und der westlichen Naturheilkunde. Bitte bringen Sie den Fragebogen
zum ersten Termin mit oder schicken Sie ihn mir rechtzeitig zu. Der
Fragebogen ist nicht dazu gedacht, eine Selbstdiagnose zu betreiben,
sondern dient nur zur besseren Befunderhebung.
Die chinesische Puls- und Zungendiagnostik ergänzt Ihre Antworten
und kann nach dem Verständnis der chinesischen Heilkunst Hinweise
auf Ihre energetische Situation geben. Ein Blick in die Augen durch
das Irismikroskop bestimmt Ihren Konstitutionstyp (gemeint ist hier
eine Einteilung hinsichtlich der Augenfarbe - näheres dazu unter
Irisdiagnostik) und erleichtert damit die Wahl der zu Ihrem Beschwerdebild
passenden naturheilkundlichen Medikamente.
Falls es erforderlich ist, veranlasse ich eine Blut- und Stuhldiagnostik.
In Abstimmung mit Ihnen erstelle ich einen Therapieplan.
Shiatsu- und Akupunkturbehandlungen erstrecken sich je nach Symptomatik über
mindestens fünf bis zehn Sitzungen. Für Akupunkturbehandlungen
kann es notwendig sein, die ersten vier bis sechs Sitzungen jeweils
zweimal wöchentlich durchzuführen. Shiatsu wird im Regelfall einmal wöchentlich
angewendet.
Grundsätzlich werden auch Diagnose- und Therapieverfahren angewendet,
die von der Schulmedizin noch nicht anerkannt werden und die aus schulmedizinischer
Sicht keine ausreichenden Beweise für die Wirksamkeit oder Diagnosesicherheit
erbracht haben. Ich gehe in den Erläuterungen näher darauf ein.
Sehr häufig jedoch werden aus meiner Sicht gesehen zum Wohle des
Patienten alternativ medizinische Methoden mit Verfahren aus der Schulmedizin
kombiniert.
Diese Pulsdiagnose ist Teil der chinesischen Heilkunst. Verschiedene Pulsqualitäten
werden mit energetischen Disharmoniemustern (Störungen des Energieflusses)
des Körpers in Zusammenhang gebracht. Es gibt charakteristische Pulse
bei Verdauungsbeschwerden oder bei Menschen, die unter Stress stehen. Die
Taststellen befinden sich jeweils an beiden Handgelenken und informieren über
den Rhythmus, das Volumen oder die Kraft der Pulse. So entsteht ein Eindruck
von der Dynamik der jeweiligen Erkrankung.
Auch in der westlichen Medizin kennt man die Pulsdiagnose, die über
Herz- und Kreislauffunktionen Auskunft gibt. Die traditionelle Chinesische
Pulsdiagnostik geht da wesentlich weiter. Hier wird nicht nur am Handgelenk
gemessen, sondern bei Bedarf auch an anderen Körperstellen, wo Arterien
(Schlagadern) fühlbar sind. Die Chinesische Pulsdiagnostik dauert auch
erheblich länger und bedarf der besonders gründlichen Schulung
und Einarbeitung, um dann als zusätzlich wertvolles naturheilkundliches
Diagnosemittel zu dienen. Wie auch die Chinesische Zungendiagnose wird sie
von der Schulmedizin nicht anerkannt und beansprucht dies auch nicht.
Die Chinesische Medizin begreift erkrankte Organe und einzelne Symptome
immer als Teil eines Gesamtsystems, dessen Balance gestört ist.
Die Zungendiagnose gehört, wie oben angedeutet, in den Bereich der
Alternativmedizin und erfährt zur Zeit keine Anerkennung durch die
Schulmedizin, wohl auch, weil hier die Ansichten zwischen Chinesischer Medizin
und Schulmedizin über die Beschaffenheit des Körpers sehr weit
auseinander gehen und keine Beweise im Sinne der Schulmedizin geliefert
werden.
Verschiedene Zungenareale (Spitze, Mitte, Wurzel) spiegeln den energetischen
Zustand der Organe wieder. Die Form der Zunge wird unterschieden von der
Art des Belages oder ihrer Farbe. Eine gesunde Zunge ist normal groß,
hellrot, mit dünnem weißlichen Belag und leicht beweglich. So
gibt das Aussehen der Zunge im Sinne der Chinesischen Medizin Hinweise auf
aktuelle und chronische Erkrankungstendenzen und über den Therapieverlauf.
Laboruntersuchungen erlauben es, klinische und naturheilkundliche
Aussagen zur aktuellen Lebenssituation von Patienten zu machen. Umfassende
Laborbetrachtungen sind unverzichtbar auch für eine wirksame naturheilkundliche
Behandlung. Sie ermöglichen der Naturheilkunde eine frühzeitige
Regulation der Körperfunktionen.
Die Besonderheit der ganzheitlichen Labordiagnostik liegt in der Berücksichtigung
der psychischen Aspekte eines Patienten. Dies ist eine Interpretations-Methode,
die von der Schulmedizin nicht anerkannt ist.
Stellenwert der Irisdiagnostik
Die Irisdiagnose wird von der Schulmedizin zur Zeit nicht anerkannt,
obwohl es in der Vergangenheit interessante Ansätze der Zusammenarbeit
von namhaften Irisdiagnostikern mit Forschungseinrichtungen gegeben hat.
Nach Ansicht der meisten Schulmediziner reichen die Beweise der diagnostischen
Sicherheit nicht aus.
In der Vitalpraxis aber stellt die Irisdiagnose immer eine zusätzliche
diagnostische Option dar, die neben anderen, auch in der Schulmedizin verwendeten
Diagnoseverfahren eingesetzt wird. Besonders bei chronischen Erkrankungen
ist die Irisdiagnose aus Sicht der Vitalpraxis sehr leistungsfähig.
Zudem hat sie auch eine Bedeutung im Hinblick auf vorbeugende Maßnahmen
oder Empfehlungen wie regelmäßige medizinische Check-ups.
Die Irisdiagnostik beschäftigt sich mit der Erkennung von Schwachstellen
und Erkrankungen des Körpers aus der Iris (Regenbogenhaut des Auges).
Entsprechend der Iridologie ermöglichen Farb- und Formphänomene
der Iris Hinweise auf Krankheitstendenzen zu geben und damit auch
zu bestimmten homöopathischen Grundbehandlungen (Konstitutionsmedizin).
Es ist wichtig, diese Typisierung nicht mit dem sonst in der Medizin bekannten
Konstitutionsschemata zu vergleichen.
Aus Sicht der Naturheilkunde wird nicht nur bei Magen-Darm-Beschwerden
eine Stuhldiagnostik durchgeführt, sondern auch bei Heuschnupfen*,
Neurodermitis (entzündliche Hauterkrankung) oder bei häufigen
Erkältungen und chronischer Müdigkeit.
Die Untersuchung erfolgt durch ein naturheilkundlich ausgerichtetes Labor.
* Heuschnupfen ist eine Überempfindlichkeitsreaktion der Schleimhäute
der Atemwege, der Nase und der Augen gegen bestimmte Gräser- oder
Baumpollen.